
Zu viel Input um mich rum das macht mich schlapp und dumm ich brauch n Kick
Zu viel Input um mich rum das macht mich schlapp und krumm ich brauch n Kick
Tag für Tag die selbe Leier
Ich hänge in der Leine wo sind meine Eier
Ich brauch n Kick - Ich brauch n Kick - Ich brauch n Kick
Ich brauch n Kick - Ich brauch n Kick - Ich brauch n Kick
Ich brauch n Kick - Ich brauch n Kick - Ich brauch n Kick
Ich brauch n Kick - Ich brauch n Kick - Ich brauch n Kick
Ich brauch n Kick - Ich brauch n Kick - Ich brauch n Kick
Ich brauch n Kick - Ich brauch n Kick - More Kicks
More Kicks - More Kicks - More Kicks
Aaah, more Kicks
Ich war peinlich spät durch meinen Bruder zu Punkrock gekommen. So spät, dass ich trotzdem weiter auch Pink Floyd hörte, und mir kein Punk-Outfit mehr zulegte. Trotzdem hatte ich mit Punkrock die allerbesten Jugend-Erfahrungen gemacht. Konzerte von drittklassigen Punkrock-Bands im Zwickauer Gasometer, bei denen wir uns das erste mal zaghaft und noch voller Respekt in den Pogo-Kreis wagten. Später abgeklärtes, selbstsicheres Hineinwerfen und Pogen auch in den härtesten, von boxenden Oi-Skin-Schränken durchsetzten Pogo-Mobs. Nichts mit Festhaken, Eingraben und Schützen, meist unter Inkaufnahme von Rippenschmerzen. Unvergessliche Konzerte von Terrorgruppe, Fucking Faces, UK Subs und Vibrators , im AJZ Talschock in Chemnitz, im Leipziger Conne Island, im Alten Schlachthof in Dresden, irgendwo in Schwarzenberg. Mit am schönsten immer die nach Hause Fahrt, wenn man die ganzen blauen Flecken überhaupt erst spürt und sich so angenehm kaputt fühlt. Die eigene Punkrock-Band inklusive Eierpappen-Proberaum, tausend verrückte Geschichten, sehr viel Bier, Diskussionen über Nazis, Bullen, Hippies, Pseudo-Punks, Anfeindungen von Nazis. Das ganze Identitätsfindungs-Ding. Die Musik immer dabei.
Sie ist ne kleine Vorstadtschlunze und hat keinen Bock
Auf Schule, Arbeit und Familie und Mutters Unterrock
Sie ist gelangweilt und frustriert und voller Energie
Sie hat sich jetzte jäh verpisst aus der trauten Lethargie
Sie ist dreizehn und sie hat es -
Sie ist dreizehn und sie hat es -
Sie ist dreizehn und sie hat es -
Sie ist dreizehn und sie hat es allemal weg
Parfumgestank schlägt dir in der U-Bahn ins Gesicht
Dieselbe scheiße hast du jeden Tag
Nicht mehr lange und du kackst ab
Und du musst schuften gehn - Ahahah
Du musst deinen Mann stehn
Und du musst Schuften gehn
Du hast zwei Kinder, ne Frau und ein Haus
Und wartest auf die Sechzig, denn da machst du einen drauf, aha
Die Shocks singen über Punkrock-Themen. Kein Bock auf Arbeit, machen, was man will, die Anonymität der Moderne, die Kälte der großen Stadt, der Hass auf die Angepassten. Keineswegs besonders clevere Punkrock-Texte, aber einfach und auf den Punkt. Was schwieriger ist, als man denkt. Zum Teil sind es bis auf die Essenz abgekochte Punkrock-Texte, die man so höchstens in der kurzen Glanzzeit des deutschen Punkrock von 1978-1980 schon einmal hörte. Die nie mit großen Metaphern oder Bildern um sich werfen, aber auch nie zu direkt oder doof sind. Sehr englische Texte, früher Rock ‚n‘ Roll, aber eben auf Deutsch. Vorgetragen mit einer Stimme, die manchmal wie ein Quaken wirkt, die zwar vehement ist, der das aber auch alles ziemlich egal zu sein scheint.
Du hast mich angerufen
Denn zwischen uns war alles klar
Aber nur wenige Minuten
Und der alte Scheiß war wieder da
Völlig krank was hier abgeht
Hab‘s bis heute nicht kapiert
Hau doch ab oder bleib hier
Ich weiß nicht mehr Kein Plan mehr da
Es raucht mich auf - Schizophrenia
Wir leben in - Schizophrenia
Es raucht mich auf - Schizophrenia
Wir leben in – Schizophrenia
Einziger Makel: The Shocks haben sich vor zwei Jahren aufgelöst. Es bleiben die Schallplatten, und die Hoffnung auf eine baldige Reunion. Denn: derart begabte Punkrocker hat das Land lange, lange nicht gesehen.
Absolute Empfehlung: Alles!
Too Many Kicks in 96 (1996)
More Cuts for You in Zero Two (2002)
Bored to Be in Zero Three (2003)
The 7-Inches (2004)
Banned from the USA (2004)
Brace, Brace... (2007)
-> http://www.myspace.com/theshocksde







